Ekelraupen am Twerl-Weg

In Strodehne gibt es Straßenzüge, wo Eichenprozessionsspinnerraupen Menschen und Bäume gefährden.

Norbert Steins Artikel zum Eichenprozessionsspinner und seine Fotos sind in der MAZ vom23. Juni 2016 zu sehen. Eine Lösung ist kaum in Sicht. Wenn es um Bäume geht, muss in Generationen gedacht werden.  Bei Eichen wird die Lebenszeit in Jahrhunderten gemessen.

Eine mechanische Bearbeitung, das Absaugen der Raupen, wird somit zu einem sehr aufwändigen Verfahren. Das Sprühen von Gift scheidet aus, weil es nicht nur den Spinner schädigt, sondern das gesamte Ökosystem einschließlich der Menschen. Was bleibt? Abwarten und Tee trinken? Vielleicht Abwarten, Tee und Kaffee trinken und andere gut an den Klimawandel angepasste und schädlingsresistente Bäume pflanzen?

Natürliche Feinde des Eichen-Prozessionsspinners sind Wanzen, Schlupfwespen, Raupenfliegen, der Kuckuck und räuberische Käfer wie zum Beispiel der Puppenräuber meint Wikipedia. Der Prozessionsspinner kann sich auch deswegen so ausbreiten, weil die Feinde des Spinners von uns Menschen längst weggespritzt wurden oder ihnen auf andere menschliche Art die Lebensgrundlage entzogen wurde. Artenvielfalt erhalten und wo möglich wieder schaffen ist das Gebot der Natur. Wenn die Menschen das nicht machen werden sie sich damit eigenhändig abschaffen. Der Eichenprozessionsspinner hat das Zeug uns zu überleben. In Dimensionen der Natur gedacht, schaffen wir uns, die Menschheit, durch Spritzen mit Insektizieden ab. Biodiversität bedeutet Artenvielfalt und ist eine der existenziellen Grundlagen für das Funktionieren der Natur!

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